OH MY
Theater
Henrike Iglesias (Berlin / BL)
sa 02.11.19
I’m feelin‘ myself, I’m feelin’ myself I’m feelin‘ my, feelin’ myself- Nicki Minaj & Beyoncé Nachdem Henrike Iglesias sich und den Zuschauer*innen in GRRRRRL das Böse eingetrieben und die produktive Kraft der Zerstörung ausgelotet haben, machen sie sich jetzt auf, ihre eigenen Sexualitäten zurückzuerobern. Warum ist in unserer hochsexualisierten Welt vor allem die weibliche* Sexualität immer noch so stark von Schuld, Scham und Schweigen geprägt? Warum wusste bis vor kurzem niemand wie die Klitoris wirklich aussieht? Warum dürfen manche ficken und andere werden immer gefickt? Wer darf im Patriarchat Objekt und wer Subjekt sein?
Sie tun es nochmal! Nach drei ausverkauften Vorstellungen ist OH MY wieder im Spielplan:
Auf der Suche nach alternativen, queeren, feministischen, ausufernden, abwegigen, fantastischen Bildern für das eigene Begehren, experimentiert Henrike Iglesias mit Pornografie als Empowerment-Strategie. Sie laden ein an ihr eigenes Pornofilm-Set! Die Zuschauer*innen sind live dabei. Alle können kommen! Aber niemand muss kommen!
Mit OH MY wollen Henrike Iglesias versuchen, Sprachlosigkeit und Scham hinter sich zu lassen, den eigenen Körper stolz zu bewohnen und die eigene Sexualität zu ownen.
Henrike Iglesias ist ein Autorinnen- und Performerinnenkollektiv und wurde 2012 von Anna Fries, Laura Naumann, Marielle Schavan und Sophia Schroth gegründet. Ihr Einsatzgebiet erstreckt sich vom Populären zum Politischen über Persönliches zurück zum Populären. Sie begreifen popkulturelle und massenmediale Phänomene als Spiegel gesellschaftlicher Zu- und Missstände. In ihren Arbeiten reiben sie sich nicht zuletzt auch immer an bestehenden Definitionen und Bildern des Weiblichen* und setzen sich als Frauen dazu in Bezug.
Dauer: 70 Minuten
in deutscher und englischer Sprache
Im Anschluss an die Vorstellung vom 31.10. gibt es ein Publikumsgespräch mit Henrike Iglesias und Anaïs Stein vom Luststreifen Filmfestival.
Bisher im ROXY gezeigt: I CAN BE YOUR HERO BABY (2014), GRRRRRL (2016)
von Henrike Iglesias (Anna Fries, Laura Naumann, Marielle Schavan, Sophia Schroth) Eva G. Alonso, Malu Peeters Konzept, Text, Performance Henrike Iglesias Lichtdesign & Video Eva G. Alonso Musik und Sounddesign Malu Peeters Kostüme Mascha Mihoa Bischoff Produktion ehrliche arbeit - freies Kulturbüro
Gefördert durch HKF (Hauptstadtkulturfonds), Fachausschuss Tanz & Theater BS & BL
Koproduktion SOPHIENSAELE, FFT Düsseldorf, Münchner Kammerspiele, ROXY Birsfelden
sa 02.11.19