Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition
VORSCHLAG:HAMMER
di 27.01.15
Wie wird ein Abenteuer wiederbelebt und neu beschrieben?
Im Jahr 1872 macht sich eine österreichisch-ungarische Expedition unter der Leitung von Julius Payer und Carl Weyprecht mit Jägern und Bergsteigern auf den Weg, den Nordpol zu erkunden. Sie bleiben zwei Polarnächte im Eis stecken, entdecken schliesslich Land und benennen es nach ihrem Kaiser Franz Joseph.
Das Abenteuer ist eine Form des Erlebens dessen Gegenwärtigkeit nicht konserviert werden kann. Wie wird ein Abenteuer wiederbelebt oder neu beschrieben, fragt sich das Theaterkollektiv vorschlag:hammer und versucht sich mit Hilfe von Briefen, Berichten und nautischen Tabellen der historischen Entdeckersituation zwischen Abenteuer, erhabener Natur, Langeweile und imperialistischem Wettkampf anzunähern. Zwischen reisserischem Nachstellen physischer Grenzerfahrung und effekthascherischem Bühnenzauber wagen sich die PerformerInnen aufs Glatteis der relativen theatralen Kontrollierbarkeit.
Von und mit Bernhard la Dous, Kristofer Gudmundsson, Gesine Hohmann, Franziska Mucha, Martin Schnippa und Stephan Stock In Kooperation mir dem Ballhaus Ost und Schwankhalle Bremen:
di 27.01.15