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Die Brieffreundschaft II

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markus&markustheaterkollektiv Hildesheim / Berlin

Theater

Wie wir mit denen umgehen, die Gewaltverbrechen begangen haben, bleibt eine Frage, die die Versehrtheit des gesellschaftlichen Zusammenhalts offenlegt. Wie werden zukünftige Generationen auf unser heutiges Strafen blicken?

Recap. Im Jahr 2021 hatte Die Brieffreundschaft Premiere. Das markus&markustheaterkollektiv baute Brieffreundschaften auf – zu vier wegen Mordes lebenslang inhaftierten Frauen. Die Briefwechsel waren das einzige Mittel für die gemeinsame Erarbeitung der Show und zugleich zentrales Stilelement. Die meistgestellte Frage nach den Aufführungen ist: "Schreibt ihr euren Brieffreundinnen jetzt immer noch Briefe?" 

Ja. In Die Brieffreundschaft II wird sichtbar, was in fünf unsichtbaren Jahren im Gefängnis passiert. Was sind fünf Jahre für ein Zeitmass, wenn der Horizont lebenslänglich ist? Während für uns seitdem 1'825 Tage vergangen sind – steht auf ihrem jährlichen Schreiben, wie viele Tage sie bis zur Freilassung bereits abgesessen haben, damals wie heute: 0. Und wie viele Tage es noch bis zur Freilassung sind: death.


Konzept & Umsetzung Lara-Joy Bues, Katarina Eckold, Markus Schäfer, Markus Schmans Bühne CassidyAndTheKid (2021) Lichtdesign Anahí Pérez, Rio Theis Stimmen Marie Jordan, Ronja Losert, Laura Naumann Zeichnungen Rosanna Merklin

Mit Dank an Amber, April, Lisa-Jo, Maureen, Olivia.

Gefördert von MWK Niedersachsen, Stiftung Niedersachsen, Senatskanzlei für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Friedrich Weinhagen Stiftung


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