Ibsen: Gespenster
Markus&Markus Theaterkollektiv Berlin / Hildesheim
Theater
so 29.03.26
Basler Dokumentartage 5
It’s The Real Thing widmet sich in seiner 5. Ausgabe den Kräften, die Kunst ausmachen: Verwandlung, Fiktion, Spiel. Mit dokumentarischen und biografischen Materialien greifen die eingeladenen Stücke die Realität leidenschaftlich auf – und überschreiten sie mit künstlerischer Kühnheit, präzisem Handwerk und kraftvollen Setzungen. Ein Festival, das der Gegenwart mit selbstbewusster, lebendiger und zutiefst humaner Kunst antwortet. Ihr findet das komplette Programm auf https://www.itstherealthing.ch
It’s The Real Thing - Basler Dokumentartage 5 werden unterstützt von Swisslos-Fonds Basel-Stadt, Swisslos Basellandschaft, Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Christoph Merian Stiftung.
Intro
Ibsen:Gespenster ist ein Stück über das Sterben und zugleich Überlebenselixier. Die Arbeit ist über zehn Jahre alt und immer noch eines der radikalsten und intimsten Werke, die das zeitgenössische Performance-Theater hervorgebracht hat. Am 1. April 2014 trifft das Theaterkollektiv Markus&Markus die 81-jährige Margot und begleitet sie mit der Kamera während ihrer letzten Tage beim Ordnen ihrer Dinge, den letzten Arztbesuchen, Abschiedsfesten und schliesslich auch auf ihrem Weg zur Sterbehilfe in die Schweiz. Am 22. Mai 2014 sind sie auf Margots Beerdigung.
Ibsen:Gespenster dokumentiert diese besondere Begegnung und setzt ihrer Protagonistin ein Denkmal. Margot hat sich nicht nur zu diesem Theaterprojekt bereit erklärt, sondern es auch mitgestaltet, die Musik ausgesucht. Die Farben der Dekoration und ihre Lieblingsblumen stehen auf der Bühne. Das Resultat ist eine Feier des Lebens, ein Dinner for One, bei dem die Tischdame ihren verstorbenen Freundinnen bereits gefolgt ist.
Ibsen:Gespenster sollte ursprünglich bei der zweiten Ausgabe von «It’s The Real Thing» 2015 gastieren. Äussere Umstände liessen es anders kommen. Nun holt das Festival einen lang gehegten Wunsch nach und freut sich, endlich diese grossaritge Arbeit zeigen zu können.
Content Notes
Es werden die Themen Tod, Sterbehilfe und Suizid verhandelt. Das Sterben einer Person wird filmisch begleitet und ist explizit sichtbar. Es ist möglich, den Raum während dieser Szene zu verlassen. Das ROXY-Team informiert gerne über den entsprechenden Cue und ist bei Redebedarf ansprechbar. Ausserdem werden chronische Krankheiten und Depressionen thematisiert und Erbrechen auf der Bühne simuliert.
Eine psychologische Fachperson ist anwesend und steht bei Bedarf für Gespräche zur Verfügung.
Ausführliche Content Notes findet ihr hier im .pdf
Credits
Konzept und Umsetzung: Lara-Joy Bues, Katarina Eckold, Manuela Pirozzi, Markus Schäfer, Markus Schmans und als Gast Margot.
Koproduziert durch Gessneralle Zürich, ROXY Birsfelden und Mousonturm Frankfurt.
Diese Produktion entstand in enger Zusammenarbeit mit Miriam Walther Kohn / NEUE DRINGLICHKEIT (nD)
so 29.03.26
